Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Daten sichern, migrieren und synchronisieren
5 Die Installation
6 Erste Schritte
7 Programme und Pakete installieren
8 Internet und E-Mail
9 Office
10 Grafik und Bildbearbeitung
11 Multimedia
12 Programmierung und Design
13 Software- und Paketverwaltung
14 Architektur
15 Backup und Sicherheit
16 Desktop-Virtualisierung
17 Serverinstallation
18 Administration und Monitoring
19 Netzwerke
20 Datei-Server – Ubuntu im Netzwerk
21 Der Server im Internet
22 Multimediaserver und Ihre persönliche Cloud
23 Hilfe
24 Befehlsreferenz
A Mark Shuttleworth
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 12.04 LTS »Precise Pangolin«
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
Galileo Computing
1023 S., 7., aktualisierte Auflage, geb., mit DVD
39,90 Euro, ISBN 978-3-8362-1945-7
Pfeil 24 Befehlsreferenz
Pfeil 24.1 Dateiorientierte Kommandos
Pfeil 24.1.1 bzcat – Ausgabe von bzip2-komprimierten Dateien
Pfeil 24.1.2 cat – Dateien nacheinander ausgeben
Pfeil 24.1.3 chgrp – Gruppe ändern
Pfeil 24.1.4 cksum/md5sum/sum – Prüfsummen ermitteln
Pfeil 24.1.5 chmod – Zugriffsrechte ändern
Pfeil 24.1.6 chown – Eigentümer ändern
Pfeil 24.1.7 cmp – Dateien miteinander vergleichen
Pfeil 24.1.8 comm – zwei sortierte Textdateien vergleichen
Pfeil 24.1.9 cp – Dateien kopieren
Pfeil 24.1.10 csplit – Zerteilen von Dateien
Pfeil 24.1.11 cut – Zeichen oder Felder aus Dateien schneiden
Pfeil 24.1.12 diff – Vergleichen zweier Dateien
Pfeil 24.1.13 diff3 – Vergleich von drei Dateien
Pfeil 24.1.14 dos2unix – Dateien umwandeln
Pfeil 24.1.15 expand – Tabulatoren in Leerzeichen umwandeln
Pfeil 24.1.16 file – den Inhalt von Dateien analysieren
Pfeil 24.1.17 find – Suche nach Dateien
Pfeil 24.1.18 fold – einfaches Formatieren von Dateien
Pfeil 24.1.19 head – Anfang einer Datei ausgeben
Pfeil 24.1.20 less – Datei(en) seitenweise ausgeben
Pfeil 24.1.21 ln – Links auf eine Datei erzeugen
Pfeil 24.1.22 ls – Verzeichnisinhalt auflisten
Pfeil 24.1.23 more – Datei(en) seitenweise ausgeben
Pfeil 24.1.24 mv – Datei(en) verschieben oder umbenennen
Pfeil 24.1.25 nl – Datei mit Zeilennummer ausgeben
Pfeil 24.1.26 od – Datei(en) hexadezimal oder oktal ausgeben
Pfeil 24.1.27 rm – Dateien und Verzeichnisse löschen
Pfeil 24.1.28 sort – Dateien sortieren
Pfeil 24.1.29 split – Dateien in mehrere Teile zerlegen
Pfeil 24.1.30 tac – Dateien rückwärts ausgeben
Pfeil 24.1.31 tail – Ende einer Datei ausgeben
Pfeil 24.1.32 tee – Ausgabe duplizieren
Pfeil 24.1.33 touch – Zeitstempel verändern
Pfeil 24.1.34 tr – Zeichen ersetzen
Pfeil 24.1.35 type – Kommandos klassifizieren
Pfeil 24.1.36 umask – Datei-Erstellungsmaske ändern
Pfeil 24.1.37 uniq – doppelte Zeilen nur einmal ausgeben
Pfeil 24.1.38 wc – Zeilen, Wörter und Zeichen zählen
Pfeil 24.1.39 whereis – Suche nach Dateien
Pfeil 24.1.40 zcat, zless, zmore – Ausgabe von zip-Dateien
Pfeil 24.2 Verzeichnisorientierte Kommandos
Pfeil 24.2.1 basename – Dateianteil eines Pfadnamens
Pfeil 24.2.2 cd – Verzeichnis wechseln
Pfeil 24.2.3 dirname – Verzeichnisanteil eines Pfadnamens
Pfeil 24.2.4 mkdir – ein Verzeichnis anlegen
Pfeil 24.2.5 pwd – aktuelles Arbeitsverzeichnis ausgeben
Pfeil 24.2.6 rmdir – ein leeres Verzeichnis löschen
Pfeil 24.3 Verwaltung von Benutzern und Gruppen
Pfeil 24.3.1 exit, logout – eine Session oder Sitzung beenden
Pfeil 24.3.2 finger – Informationen zu Benutzern abfragen
Pfeil 24.3.3 groupadd etc. – Gruppenverwaltung
Pfeil 24.3.4 groups – Gruppenzugehörigkeit ausgeben
Pfeil 24.3.5 id – eigene Benutzer- und Gruppen-ID ermitteln
Pfeil 24.3.6 last – An- und Abmeldezeit eines Benutzers
Pfeil 24.3.7 logname – Name des aktuellen Benutzers
Pfeil 24.3.8 newgrp – Gruppenzugehörigkeit wechseln
Pfeil 24.3.9 passwd – Passwort ändern oder vergeben
Pfeil 24.3.10 useradd/adduser etc. – Benutzerverwaltung
Pfeil 24.3.11 who – eingeloggte Benutzer anzeigen
Pfeil 24.3.12 whoami – Namen des aktuellen Benutzers anzeigen
Pfeil 24.4 Programm- und Prozessverwaltung
Pfeil 24.4.1 at – Zeitpunkt für ein Kommando festlegen
Pfeil 24.4.2 batch – ein Kommando später ausführen lassen
Pfeil 24.4.3 bg – einen Prozess im Hintergrund fortsetzen
Pfeil 24.4.4 cron/crontab – Programme zeitgesteuert ausführen
Pfeil 24.4.5 fg – Prozesse im Vordergrund fortsetzen
Pfeil 24.4.6 jobs – Anzeigen von im Hintergrund laufenden Prozessen
Pfeil 24.4.7 kill – Signale an Prozesse mit Nummer senden
Pfeil 24.4.8 killall – Signale an Prozesse mit Namen senden
Pfeil 24.4.9 nice – Prozesse mit anderer Priorität ausführen
Pfeil 24.4.10 nohup – Prozesse nach dem Abmelden fortsetzen
Pfeil 24.4.11 ps – Prozessinformationen anzeigen
Pfeil 24.4.12 pgrep – Prozesse über ihren Namen finden
Pfeil 24.4.13 pstree – Prozesshierarchie in Baumform ausgeben
Pfeil 24.4.14 renice – Priorität laufender Prozesse verändern
Pfeil 24.4.15 sleep – Prozesse schlafen legen
Pfeil 24.4.16 su – Ändern der Benutzerkennung
Pfeil 24.4.17 sudo – Programme als anderer Benutzer ausführen
Pfeil 24.4.18 time – Zeitmessung für Prozesse
Pfeil 24.4.19 top – Prozesse nach CPU-Auslastung anzeigen
Pfeil 24.5 Speicherplatzinformationen
Pfeil 24.5.1 df – Abfrage des Speicherplatzes für Dateisysteme
Pfeil 24.5.2 du – Größe eines Verzeichnisbaums ermitteln
Pfeil 24.5.3 free – verfügbaren Speicherplatz anzeigen
Pfeil 24.6 Dateisystem-Kommandos
Pfeil 24.6.1 badblocks – überprüft defekte Sektoren
Pfeil 24.6.2 cfdisk – Partitionieren von Festplatten
Pfeil 24.6.3 dd – Datenblöcke zwischen Devices kopieren
Pfeil 24.6.4 dd_rescue – fehlertolerantes Kopieren
Pfeil 24.6.5 dumpe2fs – Analyse von ext2/ext3-Systemen
Pfeil 24.6.6 e2fsck – ein ext2/ext3-Dateisystem reparieren
Pfeil 24.6.7 fdformat – eine Diskette formatieren
Pfeil 24.6.8 fdisk – Partitionieren von Speichermedien
Pfeil 24.6.9 fsck – Reparieren und Überprüfen
Pfeil 24.6.10 mkfs – Dateisystem einrichten
Pfeil 24.6.11 mkswap – eine Swap-Partition einrichten
Pfeil 24.6.12 mount, umount – Dateisysteme an- oder abhängen
Pfeil 24.6.13 parted – Partitionen anlegen etc.
Pfeil 24.6.14 swapon, swapoff – Swap-Speicher (de-)aktivieren
Pfeil 24.6.15 sync – gepufferte Schreiboperationen ausführen
Pfeil 24.7 Archivierung und Backup
Pfeil 24.7.1 bzip2/bunzip2 – (De-)Komprimieren von Dateien
Pfeil 24.7.2 cpio, afio – Dateien archivieren
Pfeil 24.7.3 ccrypt – Dateien verschlüsseln
Pfeil 24.7.4 gzip/gunzip – (De-)Komprimieren von Dateien
Pfeil 24.7.5 mt – Streamer steuern
Pfeil 24.7.6 tar – Dateien und Verzeichnisse archivieren
Pfeil 24.7.7 Übersicht zu den Packprogrammen
Pfeil 24.8 Systeminformationen
Pfeil 24.8.1 cal – zeigt einen Kalender an
Pfeil 24.8.2 date – Datum und Uhrzeit
Pfeil 24.8.3 uname – Rechnername, Architektur und OS
Pfeil 24.8.4 uptime – Laufzeit des Rechners
Pfeil 24.9 Systemkommandos
Pfeil 24.9.1 dmesg – letzte Kernel-Boot-Meldungen
Pfeil 24.9.2 halt – alle laufenden Prozesse beenden
Pfeil 24.9.3 reboot – System neu starten
Pfeil 24.9.4 shutdown – System herunterfahren
Pfeil 24.10 Druckeradministration und Netzwerkbefehle
Pfeil 24.10.1 arp – Ausgeben von MAC-Adressen
Pfeil 24.10.2 ftp – Dateien übertragen
Pfeil 24.10.3 hostname – Rechnername ermitteln
Pfeil 24.10.4 ifconfig – Netzwerkzugang konfigurieren
Pfeil 24.10.5 mail/mailx – E-Mails schreiben und empfangen
Pfeil 24.10.6 netstat – Statusinformationen über das Netzwerk
Pfeil 24.10.7 nslookup (host/dig) – DNS-Server abfragen
Pfeil 24.10.8 ping – Verbindung zu einem anderen Rechner testen
Pfeil 24.10.9 Die r-Kommandos (rcp, rlogin, rsh)
Pfeil 24.10.10 ssh – sichere Shell auf einem anderen Rechner starten
Pfeil 24.10.11 scp – Dateien per ssh kopieren
Pfeil 24.10.12 rsync – Replizieren von Dateien und Verzeichnissen
Pfeil 24.10.13 traceroute – Route zu einem Rechner verfolgen
Pfeil 24.11 Benutzerkommunikation
Pfeil 24.11.1 wall – Nachrichten an alle Benutzer verschicken
Pfeil 24.11.2 write – Nachrichten an Benutzer verschicken
Pfeil 24.11.3 mesg – Nachrichten zulassen oder unterbinden
Pfeil 24.12 Bildschirm- und Terminalkommandos
Pfeil 24.12.1 clear – Löschen des Bildschirms
Pfeil 24.12.2 reset – Zeichensatz wiederherstellen
Pfeil 24.12.3 setterm – Terminaleinstellung verändern
Pfeil 24.12.4 stty – Terminaleinstellung abfragen oder setzen
Pfeil 24.12.5 tty – Terminalnamen erfragen
Pfeil 24.13 Onlinehilfen
Pfeil 24.13.1 apropos – nach Schlüsselwörtern suchen
Pfeil 24.13.2 info – GNU-Online-Manual
Pfeil 24.13.3 man – die traditionelle Onlinehilfe
Pfeil 24.13.4 whatis – Kurzbeschreibung zu einem Kommando
Pfeil 24.14 Sonstige Kommandos
Pfeil 24.14.1 alias/unalias – Kurznamen für Kommandos
Pfeil 24.14.2 bc – Taschenrechner
Pfeil 24.14.3 printenv/env – Umgebungsvariablen anzeigen

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24.4 Programm- und ProzessverwaltungZur nächsten Überschrift


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24.4.1 at – Zeitpunkt für ein Kommando festlegenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Befehl at können Sie ein Kommando zum angegebenen Zeitpunkt ausführen lassen, auch wenn der Benutzer zu diesem Zeitpunkt nicht angemeldet ist. Durch

at 2130 -f myscript

können Sie das Skript myscript um 21:30 Uhr ausführen lassen. Natürlich lassen sich mehrere solcher zeitgesteuerten Kommandos einrichten. Jeder dieser

at-Aufrufe wird an die at-Queue (atq) angehängt. Dies funktioniert auch mit einem Datum: at 2200 apr 21 -f myscript. So würde das Skript myscript am 21. April um 22 Uhr ausgeführt. Wollen Sie sich alle Aufträge der atq auflisten lassen, müssen Sie die Option -l verwenden:

at -l

Wollen Sie den Status des Auftrags mit der Nummer 33 anzeigen lassen, geben Sie at -l 33 ein. Soll dieser Auftrag gelöscht werden, so kann die Option -d verwendet werden:

at -d 33

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24.4.2 batch – ein Kommando später ausführen lassenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit batch lesen Sie Kommandos von der Kommandozeile, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden, sobald das System Zeit hat. Dies wird bei extrem belasteten Rechnern gern verwendet, wenn man das Kommando oder Skript zu einer Zeit ausführen lassen will, in der die Systemlast definitiv niedrig ist und dies nicht nur zu vermuten ist.

Auch bei abgemeldetem User

Die angegebenen Kommandos werden auch dann ausgeführt, wenn der Benutzer nicht angemeldet ist. Um batch auszuführen, muss auch hier der at-Daemon laufen, der auch für das Kommando at verantwortlich ist.

batch
warning: commands will be executed using /bin/sh
at> ls -l
at> ./myscript
at> sleep 1
at> Strg + D
job 1 at 2005-12-21 23:30

Das Ende der Kommandozeileneingabe von batch müssen Sie mit Strg + D angeben.


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24.4.3 bg – einen Prozess im Hintergrund fortsetzenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Kommando bg können Sie einen (zum Beispiel mit Strg + Z) angehaltenen Prozess im Hintergrund fortsetzen.


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24.4.4 cron/crontab – Programme zeitgesteuert ausführenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit cron können Sie beliebig viele Kommandos automatisch in bestimmten Zeitintervallen ausführen lassen. Einmal pro Minute sieht dieser Daemon in einem Terminkalender(crontab) nach und führt gegebenenfalls darin enthaltene Kommandos aus.


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24.4.5 fg – Prozesse im Vordergrund fortsetzenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Kommando fg können Sie einen (zum Beispiel mit Strg + Z) angehaltenen Prozess im Vordergrund fortsetzen.


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24.4.6 jobs – Anzeigen von im Hintergrund laufenden ProzessenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit jobs wird eine Liste mit den aktuellen Jobs zurückgegeben. Neben der Jobnummer stehen bei jedem Job der Kommandoname, der Status und eine Markierung. Die Markierung + steht für den aktuellen Job, - für den vorhergehenden Job.


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24.4.7 kill – Signale an Prozesse mit Nummer sendenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit kill senden Sie den Prozessen durch Angabe der Prozessnummer ein Signal. Standardmäßig wird das Signal SIGTERM zum Beenden des Prozesses geschickt. Es lassen sich aber auch beliebige andere Signale senden. Das Signal wird dabei als Nummer oder als Name übermittelt. Einen Überblick über die möglichen Signalnamen erhalten Sie mit der Option -l.


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24.4.8 killall – Signale an Prozesse mit Namen sendenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Name killall ist etwas irreführend. Mit diesem Kommando lassen sich nicht etwa alle Prozesse »killen«, sondern killall stellt eher eine Erleichterung für kill dar. Anstatt wie mit kill einen Prozess mit der Prozessnummer zu beenden oder ein Signal zu senden, kann mit killall der Prozessname verwendet werden. Diese Möglichkeit stellt gerade bei unzählig vielen gleichzeitig laufenden Prozessen eine erhebliche Erleichterung dar, weil man hier nicht mühsam erst nach der Prozessnummer (zum Beispiel mit dem Kommando ps) suchen muss. Im Übrigen lässt sich killall ähnlich wie kill verwenden, nur dass der Signalname ohne das vorangestellte SIG angegeben wird. Eine Liste aller Signale erhalten Sie auch hier mit der Option -l.

sleep 60 &
[1] 5286
killall sleep
[1]+ Beendet sleep 60

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24.4.9 nice – Prozesse mit anderer Priorität ausführenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit nice können Sie veranlassen, dass ein Kommando mit einer niedrigeren Priorität ausgeführt wird. Die Syntax lautet:

nice [-n] kommando [argumente]

Für n können Sie dabei mit einer Ziffer angeben, um wie viel die Priorität verändert werden soll. Der Standardwert, falls keine Angabe erfolgt, lautet 10 (-20 ist die höchste und 19 die niedrigste Priorität). Prioritäten höher als 0 darf ohnehin nur der Root starten. Häufig wird man das Kommando mit nice im Hintergrund starten wollen:

nice find / -name document -print > /home/tmp/find.txt &

Hier wird mit find nach einer Datei document gesucht und die Ausgabe in die Datei find.txt geschrieben. Der Hintergrundprozess find wird dabei von nice mit einer niedrigen Priorität (10) gestartet. Dies stellt eine gängige Verwendung von nice dar.


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24.4.10 nohup – Prozesse nach dem Abmelden fortsetzenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit nohup schützen Sie Prozesse vor dem HANGUP-Signal. Dadurch ist es möglich, dass ein Prozess im Hintergrund weiterlaufen kann, auch wenn sich ein Benutzer abmeldet. Ohne nohup würden sonst alle Prozesse einer Login-Shell des Anwenders durch das Signal SIGHUP beendet.


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24.4.11 ps – Prozessinformationen anzeigenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

ps ist wohl das wichtigste Kommando für Systemadministratoren, um an Informationen über aktive Prozesse zu gelangen (neben top). Rufen Sie ps ohne irgendwelche Argumente auf, werden Ihnen die im jeweiligen Terminal gestarteten Prozesse aufgelistet. Zu jedem Prozess erhalten Sie die Prozessnummer (PID), den Terminal-Namen (TTY), die verbrauchte Rechenzeit (TIME) und den Kommandonamen (COMMAND). Außer diesen Informationen lassen sich über Optionen noch viele weitere Informationen entlocken. Häufig wird dabei der Schalter -e verwendet, mit dem Informationen zu allen Prozessen zu gewinnen sind (also nicht nur zum jeweiligen Terminal), und ebenso der Schalter -f, der Ihnen noch vollständigere Informationen verschafft:

ps -ef
UID PID PPID C STIME TTY TIME CMD
root 1 0 0 10:41 ? 00:00:00 init [2]
root 2 1 0 10:41 ? 00:00:00 [migration/0]
root 3 1 0 10:41 ? 00:00:00 [ksoftirqd/0]
root 4 1 0 10:41 ? 00:00:00 [events/0]
...

Mittlerweile enthält das Kommando ps eine Vielzahl von Optionen. Näheres liefert die man-Seite von ps. Häufig sucht man in der Liste von Prozessen nach einem ganz bestimmten Prozess. Diesen können Sie folgendermaßen »herauspicken«:

ps -ax | grep apache
12444 ? SNs 0:00 /usr/sbin/apache2 -k start -DSSL

Durch die Verwendung der obigen Parameter wird zugleich auch die Prozessnummer geliefert. Dieselbe Funktion hat das im Folgenden beschriebene Kommando pgrep.


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24.4.12 pgrep – Prozesse über ihren Namen findenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Sofern Sie die Prozessnummer eines Prozessnamens benötigen, nutzen Sie pgrep:

pgrep kamix
3171

pgrep liefert zu jedem Prozessnamen die Prozessnummer, sofern ein entsprechender Prozess gerade aktiv ist und in der Prozessliste (ps) auftaucht.


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24.4.13 pstree – Prozesshierarchie in Baumform ausgebenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit pstree können Sie die aktuelle Prozesshierarchie in Baumform ausgeben lassen. Ohne Angabe von Argumenten zeigt Ihnen pstree alle Prozesse an, angefangen vom ersten Prozess init (PID = 1). Geben Sie hingegen eine PID oder einen Login-Namen an, so werden nur die Prozesse des Benutzers oder der Prozessnummer hierarchisch angezeigt.


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24.4.14 renice – Priorität laufender Prozesse verändernZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Kommando renice können Sie, im Gegensatz zu nice, die Priorität von bereits laufenden Prozessen verändern. Ansonsten gilt auch hier alles, was bereits zum Kommando nice gesagt wurde. Komfortabler können Sie die Priorität laufender Prozesse übrigens mit dem Kommando top verändern. Ein Tastendruck auf R fragt Sie nach der Prozessnummer und dem nice-Wert des Prozesses, dessen Priorität Sie verändern wollen.


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24.4.15 sleep – Prozesse schlafen legenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit sleep legen Sie einen Prozess für n Sekunden schlafen. Voreingestellt sind zwar Sekunden, aber über Optionen können Sie hierbei auch Minuten, Stunden oder Tage verwenden.


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24.4.16 su – Ändern der BenutzerkennungZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Kommando su bedeutet switch user (»Benutzer wechseln«). Durch die Angabe ohne Argumente wird hierbei gewöhnlich nach dem Passwort des Superusers gefragt. Unter Ubuntu erfordert das Nutzen des su-Befehls die Einrichtung und Freischaltung des Root-Accounts:

sudo passwd
Password: <Hauptbenutzerpasswort eingeben>
Enter new UNIX password: <Rootpasswort definieren>
Retype new UNIX password: <Rootpasswort bestätigen>
passwd: password updated successfully
whoami
marcus
su
Password:
root# whoami
root

Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, sollte der Root-Account nach Möglichkeit deaktiviert bleiben. Sie können den Root-Account nach Freischaltung über sudo passwd -l root wieder zurücksetzen. su startet immer eine neue Shell mit der neuen Benutzerkennung (UID) und einer Gruppenkennung (GID). Wie bei einem neuen Login wird nach einem Passwort gefragt. Geben Sie keinen Benutzernamen an, versucht su, zu UID 0 zu wechseln – also zum Superuser. Sofern Sie Superuser sind, können Sie auch die Identität eines jeden Benutzers annehmen, ohne dessen Passwort zu kennen.


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24.4.17 sudo – Programme als anderer Benutzer ausführenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit sudo kann ein bestimmter Benutzer ein Kommando ausführen, zu dem er normalerweise nicht berechtigt ist (zum Beispiel für administrative Aufgaben). Dazu legt Root gewöhnlich in der Datei /etc/sudoers folgenden Eintrag ab:

# Auszug aus /etc/sudoers
john ALL=/usr/bin/kommando

Jetzt kann der User john das Kommando mit folgendem Aufruf starten:

sudo /usr/bin/kommando
Passwort: *********

Nachdem john sein Passwort eingegeben hat, wird das entsprechende Kommando ausgeführt, wozu er normalerweise ohne den Eintrag in /etc/sudoers nicht imstande wäre. Der Eintrag wird gewöhnlich mit dem Editor vi über den Aufruf visudo vorgenommen. Unter Ubuntu wurde der während der Installation angelegte Standardbenutzer automatisch der Gruppe admin zugeordnet, so dass er sämtliche administrativen Aufgaben »aus dem Stand« erledigen kann:

# Auszug aus /etc/sudoers / Ubuntu
# User privilege specification
root ALL=(ALL) ALL
# Members of the admin group may gain root privileges

Soll ein weiterer Benutzer auf Ihrem System über Root-Rechte und somit die Fähigkeit verfügen, via sudo Root-Kommandos auszuführen, so ordnen Sie diesen Benutzer am besten über addgroup der Gruppe admin zu.


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24.4.18 time – Zeitmessung für ProzesseZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit time führen Sie das in der Kommandozeile angegebene Kommando oder Skript aus und bekommen die Zeit, die dafür benötigt wurde, zurückgeliefert. Diese Zeit wird aufgeteilt in die tatsächlich benötigte Zeit (real), die Rechenzeit im Usermodus (user) und diejenige im Kernel-Modus (sys).

time find . -name *.tex
...
real 0m0.657s
user 0m0.104s
sys 0m0.127s

Tipp 305: Eine einfache Stoppuhr

Mit dem Befehl time read haben Sie eine schlichte Stoppuhr, die einfach losläuft und mittels Enter (oder ¢) beendet werden kann.


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24.4.19 top – Prozesse nach CPU-Auslastung anzeigenZur vorigen Überschrift

Mit top erhalten Sie eine Liste der gerade aktiven Prozesse angezeigt. Die Liste wird nach CPU-Belastung sortiert. Standardmäßig wird top alle fünf Sekunden aktualisiert; beendet wird top mit q. top kann aber noch mehr, als die Auslastung der einzelnen Prozesse anzuzeigen. Beispielsweise können Sie mit dem Tastendruck K (kill) einem bestimmten Prozess ein Signal senden oder mit R (renice) die Priorität eines laufenden Prozesses verändern.

Ein Blick auf die man-Seite von top offenbart eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten dieses auf den ersten Blick einfachen Kommandos.



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